zurück zu den Qualitätskriterien

Demokratieverständnis

layerAnim-0
layerAnim-1
layerAnim-2
layerAnim-3
layerAnim-4
layerAnim-5

Gute braucht die Reflexion des eigenen Demokratieverständnisses unter den Erwachsenen und Jugendlichen. So setzen sich die Beteiligten mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen, dem eigenen Ideal und der Realität auseinander. Sie blicken auf jetzige Zustände und überlegen, wie sie Demokratie gestalten und verändern wollen – auch mit ihrem Projekt.

 
Was bedeutet die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verständnis von Demokratie? 

Gute stärkt bei jungen Menschen ein mündiges und politisches Verständnis davon, was Demokratie sein soll. Es ist wichtig, Demokratie aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und eine kritische Position zwischen dem eigenen Ideal und der erfahrenen Realität einzunehmen. Das unterstützt Reflexionsprozesse und macht politische Interessen sichtbar. Wenn junge Menschen ihre Demokratieverständnisse aktiv diskutieren, dann entstehen Anknüpfungspunkte für lebensweltorientierte Inhalte. Ein Demokratieverständnis mit kritischer Positionierung betrachtet Möglichkeiten, Differenzen und Potenziale der Demokratie – vor Ort, allgemein und in die Zukunft gerichtet. Das zeigt Möglichkeiten politischer Gestaltung und damit auch die Veränderbarkeit der Demokratie und eigener Lebenswelten. Gute Demokratiebildung begleitet diese Verständnisbildung und spricht sie immer wieder an, um individuellen Entwicklungs- und Reflexionsprozessen Raum zu geben. Demokratieprojekte stärken junge Menschen damit in ihrer Mündigkeit und ermöglichen somit Mitgestaltung.

„Für mich bedeutet Demokratie, dass jeder gehört wird – so wie jetzt hier. Dass Minderheiten gehört werden und dass hier ein Kompromiss gefunden wird und vor allem, dass man zuhört.“

Schülerin

Drei relevante Merkmale des Qualitätskriteriums

Unter Demokratieverständnis verstehen wir im Allgemeinen den Begriff und die Bedeutung von Demokratie. Das individuelle Demokratieverständnis bildet sich in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen und Konzepten von Demokratie. Wissen, Erfahrungen und Erlebnisse prägen es, wie auch unterschiedlichste Ideen, Ordnungen und Prozesse. Die Reflexion des eigenen Demokratieverständnisses als Qualitätskriterium bedeutet für Demokratieprojekte, Austausch und Diskussionen zum Begriff von Demokratie und dem Politischen herzustellen. Außerdem ist ein Dialog zwischen Ideen und der realen Umsetzung von Demokratie wichtig sowie die Beantwortung der Frage nach dem politischen Gehalt der Projektarbeit.   

Take-Aways

  • Bei der Reflexion des eigenen Demokratieverständnisses setzen sich Erwachsene und Jugendliche mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen, dem eigenen Ideal und der Realität auseinander.
  • Die Diskussion der Demokratieverständnisse führt zu Reflexion und zeigt unterschiedliche Perspektiven auf.
  • So werden Veränderungsbedarfe und Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet: allgemein, direkt vor Ort und mit einem Blick auf die Zukunft der Jugendlichen.
  • Daran können Demokratieprojekte anknüpfen und überlegen, wieso ihr Projekt politisch ist und was sie damit bewegen wollen.

Materialien zu diesem Kriterium

Video: Rassismuskritische politische Bildung

Video: Rassismuskritische politische Bildung

John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie
mehr erfahrenhttps://www.reflexionstool-demokratiebildung.de//materialien/video-rassismuskritische-politische-bildung